Tüdelü,

jo, ich weiß – ich habe mich sehr lange nicht blicken lassen, aber ich hatte irgendwie keinen Nerv und auch keine Zeit.
In den nächsten Wochen stehen noch einige Arbeiten bzw. wichtige Projekte an, aber dazu in kürze mehr.


Wie immer surft man im Internet und man findet das eine oder andere. Ich bin über ein Beitrag auf Youtube namens „introvertierte“ gestoßen.
Ich habe es mir angeschaut, weil ich anfangs dachte, dass ich sowieso nichts gescheites finden werde und das nun als Überbrückung dienen könnte. Aber dass es mich zum nachdenken bringen sollte, war mich nicht klar.
„Menschenmengen rauben einem die Energie“, „Man kann gut und gerne alleine bleiben“ oder „Man beobachtet eher, ist still und zurückhaltend“. Das sind nur paar Eigenschaften von vielen, die auf mich zutreffen.
Ich bekomme jedesmal die Krise unter einer Menschenmenge zu sein die zudem sehr unruhig und chaotisch ist. Die ganzen neuen Eindrücke machen mich müde, kostet mich enorm viel Kraft und Überwindung.
Auch das reden mit „fremden“ Menschen oder besser gesagt das telefonieren – ist für mich sehr sehr schwierig. Ich brauche da wirklich einen guten Tag um das umsetzen zu können und dieser kommt wohl gefühlt 2mal im Jahr. Es ist einfach nur schön, wenn ich meine „Batterie“ aufladen kann und nur für mich sein kann. ich kann aber auch meine Batterie aufladen, wenn mein Mann da ist, das ist für mich völlig in Ordnung. Nur ich möchte dann keinen Trubel oder Stress um mich herum haben, dann kippt meine Laune sofort und ich fühle mich überfordert und überlastet.

Genauso kam in dem Beitrag, dass Intros alles gerne planen und am liebsten Skripte für Gespräche schreiben würden, vor. Jawohl! Jedes kleinste Detail würde ich gerne durchplanen um es kontrollieren zu können. Sobald es unkontrollierbar wird, bricht in mir eine Nervösität aus und komme ins Schleudern. Immer flexibel sein wie andere, kann ich nicht. Ich stelle mir 1000 von Szenarien vor und schaue wie ich wo was machen könnte. In den meisten Fällen trifft von diesen 1000 genau die eine ein, an der ich NICHT gedacht habe! Ich fühle mich dann schlecht, weil ich nicht daran gedacht hatte und suche krampfhaft nach einer Lösung.

Ich hasse und liebe das Gefühl, irgendwie..