Teil 1

Ich war gerade im Weltnetz unterwegs, da ich nach paar Statistiken über den Alkoholkonsum recherchieren wollte und da bin ich auf die Seite der deutschen Drogenbeauftragten gestoßen. Sie haben nun den ersten Alkoholatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) veröffentlicht.

Ich zitiere euch mal eine Passage und lasst das mal auf eure Zunge zergehen:

„9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Durchschnittlich werden pro Kopf der Bevölkerung jährlich zehn Liter reinen Alkohols konsumiert. Etwa 1,3 Mio. Menschen gelten als alkoholabhängig. Nur etwa 10 Prozent unterziehen sich einer Therapie – oft erst viel zu spät nach 10 bis 15 Jahren einer Abhängigkeit. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 20.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.“ Quelle: www.drogenbeauftragte.de

9,5 Mio. Menschen trinken zuviel Alkohol. Davon sind 1,3 Mio. alkoholabhängig und NUR ca. 10 Prozent machen eine Therapie. 20.000 Menschen sterben jedes verdammte Jahr an den Folgen dieser verfluchten Sucht. Also mir ist gerade etwas schwindelig.
Mir war klar, dass der Alkohol hier in Deutschland ein „fester“ Bestandteil ist, allein schon wegen der Gesellschaftsnorm, aber so heftig? Überlegt euch mal, dass diese 10 Prozent erst nach 10 bis 15 Jahren eine Therapie anfangen und ob diese glückt ist für jeden fraglich. Ich brauche nur an einer Schwester meiner Oma denken, diese hat 3 Versuche gestartet, da sie schon Parfüm etc. getrunken hat und ist letztendlich daran gestorben, weil sie es nicht wirklich schaffte.

(Ich gehe jetzt nicht auf den kompletten Atlas ein, ich beziehe mich für den Anfang auf einzelne Aspekte und ergänze diese mit meinen Erfahrungen.)

Stellen wir uns nun die spannende Frage, wie wird der Alkohol in unserem Körper aufgenommen? 20 Prozent werden aus dem Magen und zu 80 Prozent vom Darm aufgenommen. Gehirn, Lunge und die Leber werden mit Ethanol bzw. dem Alkohol eher durchblutet, da sie als stärksten durchbluteten Organe gelten und anschließend verteilt sich diese gut wasserlösliche Flüssigkeit  gleichmäßig in unserem Blutkreislauf.
Ca. 45 bis 75 Minuten nach der Aufnahme erreicht die maximale Blutalkoholkonzentration und somit fühlt man sich angeheitert. Natürlich gelangt der Alkohol schneller in unsere Blutlaufbahn wenn man es auf leerem Magen trinkt, darum sagt man ja immer, dass man erst was essen soll bevor man was zu sich nimmt. Denn die Nahrung saugt den Alkohol auf wie ein kleines Schwämmchen. Außerdem beschleunigen hoher Alkoholgehalt und kohlensäurehaltige alkoholische Getränke die Alkoholresorption. Der Alkoholabbau ist dabei auch sehr interessant, denn man denkt immer die Leber bekommt den größeren Schaden ab – nein, der Magen sondert einen Großteil an Alkohol ab und die Leber in geringerem Maße. Wenn ich an meiner Mama denke und ihr letzter Arztbericht mir in Erinnerung rufe, stimmt das. Sie hatte bei hohem Alkoholkonsum und mit 58 Jahren eine beginnende Leberzirrhose und fortgeschrittenen Magenkrebs. Frauen sind durch den geringen Wasseranteil im Körper schneller betrunken als Männer und durch die mangelnde Nahrungsaufnahme sowieso und meine Mama hat die letzten Jahre kaum bis gar nichts mehr gegessen, sie hat teilweise nur noch gegessen, damit man ihr nicht auf den „Keks“ ginge.

Auch ein wichtiges Thema die Gesundheitsschäden durch den Alkoholkonsum, mein lieber Mann. Einige dieser Krankheiten werden durch den vermehrte bzw. erhöhten Alkoholkonsum verursacht.


(Quelle: dkfz.de)
Von 11 Punkten hat meine Mutter satte 10. Ist das nicht erschreckend? Das macht mir gerade sehr deutlich wie aggressiv diese Flüssigkeit doch ist. Das stand auch alles in ihrer Akte und da wird es erst einem so wirklich bewusst, was das alles mit einem machen kann. Es gibt gewisse Kampagnen bzw. Organisationen die sich über Risiken und Gefahren aussprechen, aber ich finde es wird von der Gesellschaft nicht so aufgenommen wie es eigentlich sein sollte.

Laut diesem Atlas waren im Jahr 2012 2,3 Prozent aller Todesfälle auf den Alkoholkonsum zurückzuführen.

In meinem weiteren Teil werde ich über Therapien und Prävention sprechen.